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Meditation

Meditation ist vollkommenes gegenwärtig sein im Moment, unabhängig davon ob dies im Lotussitz hinter geschlossenen Augenliedern geschieht, beim Herumlaufen in der Stadt, beim Surfen auf einer Welle oder gar bei der Arbeit, mitten im Alltag. Das Gefühl ist ein ähnliches. Es ist eine wache Entspannung, in der jede Regung wahrgenommen wird. Ein Zustand der Wahrnehmung und des Zulassens des nächsten Impulses, ohne ihn zu werten. Ein Zustand der unser Leben vollkommen spontan werden lässt.

Wird unsere Achtsamkeit und Beobachtungsfähigkeit für innere Handlungsimpulse, Gedanken und Emotionen stärker, entsteht Freiheit darüber, ob wir diesen folgen möchten oder nicht. Die Fähigkeit auch in hohen Drucksituationen der inneren Weisheit zu folgen und zu entscheiden, was für die Situation förderlich ist, steigt.

Wir benutzen in den Yogakursen verschiedene Arten der Meditation. Nebst dem stillen Sitzen und Wahrnehmen, benutzen wir auch Bewegung. Die Meditation beim Laufen es für viele Menschen sehr einfach machen, ganz und gar in Moment einzutauchen und vollkommenen gegenwärtig zu werden. Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Jahreszeiten Meditationen für in der Natur mit Fokus auf unsere Sinneswahrnehmungen oder unterschiedliche Meditationsübungen für drinnen mit Fokus auf den Atem und die Chakra-s.

In den Yogaworkshops und Yogaferien in den Bergen werden verschiedene Meditationsübungen sowie spezifisches Wissen vermittelt, um vollkommene Gegenwärtigkeit mehr und mehr in den eigenen Alltag einfliessen zu lassen.

Die Aufmerksamkeit ist auf das Wahrnehmen an sich gerichtet. Es kann die Wahrnehmung des Windes, der unseren Körper umschmeichelt oder die Wahrnehmung des Glitzern eines Flusses oder die Wahrnehmung unseres eigenen Atems sein.

Damit uns dies gelingt, hilft es, den Körper von innen her wahrzunehmen. Indem wir die lebendige Kraft in unserem Innern spüren, werden wir vollkommen gegenwärtig. So lösen wir uns vom unablässigen Gedankenstrom unseres Verstandes.

Im Alltag schauen wir das glitzernde Wasser des Flusses oft an, ohne es wirklich zu sehen. Oder wir nehmen das Vogelgezwitscher im Morgengrauen wahr, ohne es wirklich zu hören. Um das Glitzern des Flusses wirklich zu sehen, benötigt es vollkommene Gegenwärtigkeit. Um dem Vogelgezwitscher im Morgengrauen zu lauschen, benötigt es einen Stopp im Gedankenstrom. Um die Schönheit der Natur wahrzunehmen, müssen wir ganz und gar eintauchen in den Moment.

Wenn es uns gelingt, uns einzig der Wahrnehmung hinzugeben, machen wir Bekanntschaft mit dem beobachtenden Teil in uns: Mit unserem Bewusstsein.

Jahrtausende alte Lehren des Yoga sowie zeitgenössische Lehrer und Lehrerinnen wie Eckhart Tolle (siehe „Jetzt – die Kraft der Gegenwart“) bezeichnen das Bewusstsein als unsere Wesensgrundlage.

Je stärker wir mit unserem Bewusstsein in Kontakt treten, desto reicher wird unser innerer Schatz an Freude, Mitgefühl, Freiheit und Liebe. Wir erkennen, dass wir nicht an die Grenzen unserer alltäglichen Gedanken und Ansichten gebunden sind. Selbst die Grenzen unseres Körpers werden durchlässig: unser Bewusstsein kann sich ausbreiten und verbinden mit dem Glitzern des Flusses, dem Wind, der Sonne, den Bäumen, den Bergen und anderen Menschen. Dieses Gefühl der Grenzenlosigkeit unseres Bewusstseins nennen die Yogis „Yoga“: den Zustand der Verbundenheit.